Absicherungsinstrumente Teil 2: Devisenswaps

In einer Reihe von drei FX-Blogs beleuchten wir die folgenden Absicherungsinstrumente: Devisentermingeschäfte, Devisenswaps und Devisenoptionen. Im ersten FX-Blog haben wir mit den Devisentermingeschäften das am häufigsten verwendete Absicherungsinstrument betrachtet. In diesem FX-Blog gehen wir näher auf die Devisenswaps ein.

Ein Devisenswap ist ein aus einem Devisen-Kassageschäft und einem Devisentermingeschäft bestehendes Absicherungsinstrument. Dabei werden in einem ersten Schritt zwei Währungen gegeneinander getauscht und in einem zweiten Schritt, zu einem späteren Zeitpunkt, wieder zurückgetauscht. Das in der folgenden Abbildung gezeigte Beispiel illustriert diese Funktionsweise:

Im Beispiel hat das Unternehmen A einen Kassenbestand in Schweizer Franken, benötigt jedoch kurzfristig US-Dollars. Mit Hilfe eines Devisenswaps kann der kurzfristige USD-Bedarf überbrückt werden. Dabei werden (erstens) die CHF des Unternehmens A gegen USD mit einer Gegenpartei getauscht. Bei Fälligkeit werden (zweitens) die CHF wieder gegen USD zurückgetauscht. Die Höhe der CHF-Rückzahlung hängt von den Forward-Points ab. Die Forward-Points bzw. die Differenz zwischen dem anzuwendenden Terminkurs und dem aktuellen Kassakurs leiten (leitet) sich aus der Zinsdifferenz zwischen den zwei Währungsräumen der getauschten Devisen ab, wie dies im ersten FX-Blog zum Devisentermingeschäft beschrieben wurde. In unserem Beispiel betragen die Forward-Points rund 3% p. a.; das heisst, die CHF-Rückzahlung wird um rund 3% p. a. reduziert.

Wie aus dem Beispiel hervorgeht, bezweckt ein Devisenswap nicht die Absicherung eines bestimmten Wechselkursniveaus. Ein Devisenswap stellt vielmehr ein Liquiditätssteuerungsinstrument dar. Dabei setzen Unternehmen Devisenswaps oft zur Verlängerung oder Verkürzung von Devisentermingeschäften ein. Devisentermingeschäfte sind das meist verwendete Absicherungsinstrument von in Zukunft erwarteten Cashflows. Falls geplante Cashflows sich verzögern, muss das zur Absicherung verwendete Devisentermingeschäft mit Hilfe eines Devisenswaps verlängert werden. Welche Absicherungsinstrumente nebst den Devisentermingeschäften und Devisenswaps zusätzlich zur Anwendung kommen können, ist Gegenstand des nächsten, dritten FX-Blogs.