Erfolgreiche erste FX-Dialog-Veranstaltung

Wir dürfen auf eine gelungene erste FX-Dialog-Veranstaltung zurückblicken und danken den über 40 Teilnehmenden für den spannenden Offline-Austausch. Aus Sicht des FX-Dialog-Teams war dies ein erfolgreicher Abschluss eines kommunikationsintensiven Jahres. Wir haben uns sehr gefreut, unseren FX-Dialog-Mitgliedern persönlich zu begegnen. Diese erste Veranstaltung hatte zum Ziel, die Vielfältigkeit der Sichtweisen zum Thema Währungsrisikomanagement aufzuzeigen und diese spezifisch aus einer Unternehmensperspektive zu beleuchten. Wie bereits in einigen Blog-Beiträgen angesprochen, sind wir der Überzeugung, dass Währungsrisikomanagement weit über klassische finanzielle Absicherungsfragen hinaus einer ganzheitlichen, integrierten Sichtweise bedarf.


Entspannte Frühstücksatmosphäre an der ersten FX-Dialog-Veranstaltung

Ökonomie und Absicherungsthematik

Mit zwei Hintergrundreferaten zu den Themen «Schweizer Franken» und «häufig beobachtete Fehler im KMU-FX-Management» haben Elias Hafner, Senior Investment Stratege bei der Zürcher Kantonalbank, und Daniel Capaul, Director bei IFBC AG und Blog-Autor der FX-Dialog-Plattform, die ökonomischen und absicherungstechnischen Perspektiven eingebracht. Die spannenden Ausführungen von Elias Hafner zum Schweizer Franken hoben insbesondere die Tatsache hervor, dass dieser historisch schon immer stark unter Aufwertungsdruck gestanden hat und dies aufgrund der Inflationsdifferenz in der langen Frist wohl auch zukünftig tun wird. Daniel Capaul führte anschliessend aus, dass eine Währungsabsicherungsstrategie nicht auf Wechselkursprognosen abgestellt werden kann, sondern vielmehr eine umfassende FX-Exposure-Analyse und Risikobeurteilung notwendig macht. Dabei sei insbesondere dem indirekten FX-Risiko Rechnung zu tragen.


Nahrung für Körper und Geist

KMU und Grossunternehmen

Im zweiten Teil der Veranstaltung stand anschliessend die Unternehmensperspektive im Fokus. Beat Affolter zeigte (stellvertretend für den als Referent verhinderten Adrian Schoop) anhand einer empirischen Untersuchung innerhalb der Medizinaltechnik-Branche auf, wie KMU dem Thema FX-Management begegnen. Interessant war dabei vor allem die Tatsache, dass die befragten KMU das indirekte Risiko tatsächlich höher gewichten als das direkte, und dass zur Absicherung vor allem strategische Massnahmen wie Kostensenkungen, Auslagerungen, vor allem aber auch die Förderung der Innovationsfähigkeit nötig sind. Demgegenüber geniesst der Einsatz von Finanzprodukten keine grosse Bedeutung, und die grösste Herausforderung des FX-Managements wird in begrenzten personellen Ressourcen und unzureichendem Know-how gesehen.

Zum Abschluss der Veranstaltung ging Thomas Stäubli, Head Group Treasury von Rieter, im Interview auf die spezifische Währungs- und Absicherungssituation bei Rieter ein. Seine Ausführungen machten klar, dass das Thema Währungsrisikomanagement im internationalen Konzern ganz andere Dimensionen bei stark gesteigerter Komplexitäten annimmt im Vergleich zum KMU, die Grundsatzfragen inklusiv der wichtigsten Massnahmen sich indessen nicht wesentlich von denjenigen bei KMU unterscheiden.


Strukturierter Ansatz zur FX-Exposure-Analyse und Risikobeurteilung