Positiver Währungseffekt in der Bilanz 2017

Letzte Woche konnten wir für das Berichtsjahr 2017 einen positiven Währungseinfluss auf den Umsatz zeigen. Heute komplettieren wir das positive Bild, indem wir auch den – ebenfalls positiven – Währungseinflusses auf den Wert von in Fremdwährungen gehaltenem Nettovermögen aufzeigen. Als Grundlage dienten dabei die bis Ende März publizierten Jahresabschlüsse von 109 kotierten Nicht-Finanzunternehmen, wobei 68 Institute ihr CTA-Saldo offenlegten.

Die Währungseffekte in der Bilanz ergeben sich aus Umrechnungsdifferenzen aus in Fremdwährungen gehaltenem Nettovermögen. Diese Umrechnungsdifferenzen werden direkt im Common Equity als Cumulative Translation Adjustment (CTA) verbucht. Für Schweizer Unternehmen bedeutet dies meist eine negative Position im Eigenkapital, da der Schweizer Franken in der Vergangenheit stark aufwertete und somit die in Fremdwährungen gehaltenen Nettovermögen an Wert verloren haben.

Nachdem sich die kumulierten Umrechnungsdifferenzen (CTA) bei den im Jahr 2016 untersuchten Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr um 3% reduzierten, nahm das CTA im Jahr 2017 um weitere 1% ab. Damit reduzierte sich das CTA von CHF 51.6 Mrd. im Jahr 2016 auf CHF 51.0 Mrd. im Jahr 2017. Trotz des Rückgangs liegt der aktuelle CTA-Wert über dem durchschnittlichen Niveau der letzten Jahre. Relativ gemessen entspricht das CTA im Jahr 2017 rund 27% des Common Equity. Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahr einer Reduktion von einem Prozentpunkt.

Interessant ist, dass CTA in der Presse und bei Analysten kaum Beachtung findet, während Fremdwährungsverluste in der Erfolgsrechnung schnell im Fokus stehen. Dabei ist der ökonomische Effekt auf das Eigenkapital identisch. Darüber hinaus wird bei einer Veräusserung der Vermögenswerte das CTA ebenfalls noch über die Erfolgsrechnung ausgebucht. Durch eine vollständige Absicherung der Nettovermögenswerte in Fremdwährungen kann das aktuelle CTA-Niveau fixiert werden. Dadurch ergeben sich keine zusätzlichen Währungseffekte in der Bilanz.

Der FX Dialog verabschiedet sich in die Sommerpause. Ab Mitte August informieren wir wieder über wesentliche Themen zum Währungsrisikomanagement. Wir wünschen Ihnen schöne Sommertage und – falls Sie haben – erholsame Ferien.